NFL, Week 10: Pittsburgh setzt ein Zeichen

Newtons verheerender Fehler: Steelers überrollen Panthers

Nichts zu holen: Cam Newton.
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Aus Panthers-Sicht ging der Abend in Pittsburgh sogar gut los. Den Auftakt-Drive vollendete Quarterback Cam Newton mit einem 20-Yards-Touchdown-Pass auf den vielseitigen Running Back Christian McCaffrey. Direkt danach aber nahm das Unheil seinen Lauf. Beim allerersten Spielzug der Steelers warf Ben Roethlisberger zu Receiver JuJu Smith-Schuster, der den Ball an der Mittellinie fing, dann freie Wiese vor sich hatte und im Laufduell mit Panthers-Safety Eric Reid die Oberhand behielt - der umgehende Ausgleich.

Für Newton ging es noch bitterer weiter. Diesmal war es der erste Spielzug des folgenden Panthers-Drives, der Pittsburgh nur zwei Plays nach dem kassierten Opening-Drive-Touchdown plötzlich in Führung brachte. Bei einem Play-Action-Versuch wurde Newton vom Pass Rush der Steelers überrumpelt, stolperte Richtung eigene Endzone und warf den Ball in höchster Not noch weg - allerdings direkt in die Arme von Pittsburghs Linebacker Vince Williams, der das Ei fing und zum Pick Six in die Endzone lief.

Pittsburgh nahm Fahrt auf und legte durch Running Back James Conner (2-Yards-Lauf) nach - es war der dritte Touchdown im zweiten Spielzug! Nach einem Field Goal von Steelers-Kicker Chris Boswell (50 Yards) hatte Carolina sogar noch eine Antwort parat, wieder durch McCaffrey (25-Yards-Catch). Die Freude hielt keine zwei Minuten, dann war Star-Receiver Antonio Brown nach einem langen Pass von Roethlisberger auf und davon (53-Yards-Touchdown).

So ging es in einer Tour weiter, bis zum Schlussviertel musste Pittsburgh nicht ein einziges Mal punten! Die Tight Ends Vance McDonald (12-Yards-Catch) und Jesse James (8-Yards-Catch) sowie Running Back Jaylen Samuels (6-Yards-Catch, nach Panthers-Fumble beim Kick-Return) machten Carolinas Demontage am Ende perfekt. Den Steelers gelangen mit sieben Touchdowns, einem Field Goal und 52 Punkten ein neuer Saisonbestwert (so viele wie seit 1984 nicht mehr); mit der 6:2:1-Bilanz bleibt Pittsburgh in der AFC North auf Rang eins. Carolina (6:3) hat die Chance verpasst, in der NFC South zu Primus New Orleans (7:1) aufzuschließen.