Serbien verliert Punkte und bangt um Zelenovic

Frankreich bricht ein - Dibirov rettet Russland

Auf Hilfe angewiesen: Serbiens Nemanja Zelenovic (Mi.) verlässt das Feld.
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In der deutschen Gruppe A stand zunächst das Duell zwischen Serbien und Russland an - zwei Teams, die beide in die Hauptrunde möchten und die auf vergleichbarem Niveau spielen. Entsprechend eng ging es dann auch zu. Die Serben, die mit einer relativ jungen Mannschaft bei der WM antreten, führten über weite Strecken der Partie, haderten aber auch immer wieder mit den norwegischen Schiedsrichtern, die eine körperbetonte Deckung oftmals unterbanden - Russland bekam in Hälfte eins neun Siebenmeter (!) zugesprochen. Die Sbornaja lag meist zurück, ließ aber nie locker und kam in der Schlussminute durch Linksaußen Timur Dibirov (zwölf Tore) zum Ausgleich. Kurz darauf vergaben die Russen jedoch ihre Chance zur Führung und dürften anschließend heilfroh gewesen sein, dass Debütant Lazar Kukic acht Sekunden vor dem Ende am gegnerischen Keeper scheiterte. Für die Russen dürfte sich das 30:30 am Ende wie ein gewonnener Punkt anfühlen, die Serben indes trauern eher einer vergebenen Chance nach und müssen obendrein nun um Rückraumspieler Nemanja Zelenovic bangen. Der Göppinger musste in der Schlussphase verletzt vom Platz.

Frankreich muss zittern

Zittern musste am Abend der sechsmalige Weltmeister Frankreich. Die Equipe Tricolore kam zwar gegen Brasilien zu einem 24:22 (16:13), offenbarte dabei aber zahlreiche Schwächen. Zunächst lief alles nach Plan für die Franzosen, die erstmals seit langem ohne Superstar Nikola Karabatic auskommen müssen. Mit 19:13 ging der Favorit in den zweiten Durchgang, um in diesem dann einzubrechen. Brasilien kam auf 20:20 heran, musste sich letzten Endes dann aber doch geschlagen geben, auch weil Torhüter Vincent Gerard gute Paraden zeigte. Dika Mem und Michael Guigou waren mit jeweils sechs Toren beste Werfer der Franzosen.