Frankfurt: Rönnow darf sich beweisen

Hütter und die Rotationsfrage in Rom

Frederik Rönnow darf sich gegen Lazio Rom in der Europa League beweisen.
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Gewissermaßen hat die Partie in Rom durch die Niederlage in Berlin an Bedeutung gewonnen - hinsichtlich des Selbstvertrauens. Sollte die Eintracht auch gegen Lazio verlieren, wäre das mit Blick auf die Europa League zwar egal; für das, was sich zwischen den Ohren abspielt, wäre es aber von Vorteil, wenn die Eintracht in die Erfolgsspur zurückfindet. Denn das Programm in der Adventszeit ist mit den Spielen gegen Leverkusen (H), Mainz (A) und Bayern (H) anspruchsvoll - und mit einer breiten Brust leichter zu bestreiten. Eine dritte Niederlage in Folge würde unweigerlich die Frage aufwerfen, ob die Hessen im Endspurt vor Weihnachten einknicken.

Zwei Wechsel im Vergleich zum Spiel in Berlin sind bereits sicher: Da Carlos Salcedo aus Verletzungsgründen nicht für die Europa League gemeldet wurde, wird an seiner Stelle Marco Russ auflaufen, im Tor darf sich Frederik Rönnow statt Stammkeeper Kevin Trapp beweisen. Gute Chancen auf einen Einsatz von Beginn an haben außerdem Jetro Willems und Mijat Gacinovic. Nicht ganz so nah dran an der ersten Elf sind hingegen Marc Stendera, Simon Falette, Nicolai Müller und Taleb Tawatha.

Einige der Profis aus diesem Quartett könnte Hütter durchaus in die Anfangsformation beordern, komplett umkrempeln wird er seine Elf aber voraussichtlich nicht. Vor dem Heimspiel gegen Marseille hatte er schließlich erklärt: "Ich möchte nicht extrem rotieren. Das habe ich in der Vergangenheit bei meinen vorherigen Stationen öfter gemacht, mit sechs, sieben, acht Spielern, das ist zu viel."

Wer auch immer am Donnerstagabend auf dem Platz steht, an Unterstützung wird es nicht mangeln: Mindestens 8500 Fans werden im Olympiastadion die Eintracht anfeuern, Tausende weitere ohne Tickets in der Stadt die Daumen drücken.