Stürmer vor nächster langer Pause

Welbecks Horror-Verletzung überschattet Arsenal-Spiel

Schock in der 25. Minute: Danny Welbeck verletzt am Boden, Matteo Guendouzi (r.) erschrocken.
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Arsenal steht vorzeitig in der Europa-League-Zwischenrunde, doch darüber wollte sich keiner der Betroffenen am Donnerstagabend offen freuen. Das lag nicht am mageren 0:0-Endstand gegen Sporting Lissabon, sondern an dem, was in der 25. Minute passiert war.

Nach einer Flanke war Danny Welbeck (27) im gegnerischen Strafraum zum Kopfball hochgestiegen und landete so unglücklich, dass sich sein rechter Knöchel vollkommen verdrehte. Mit Schmerzen wälzte er sich auf den Rasen, während sich einige seiner Mitspieler erschrocken die Haare rauften und kaum hinsehen konnten.

Nach langer Behandlungspause samt Sauerstoff-Verabreichung wurde Welbeck schließlich unter dem Applaus der ebenfalls geschockten Zuschauer vom Platz getragen und später in ein Krankenhaus gebracht. Es sei eine "mentale Herausforderung" gewesen, danach weiterzuspielen, sagte Mitspieler Alex Iwobi.

Wenige Stunden zuvor war Welbeck in Englands Kader berufen worden

Welbeck, einer von neun Neuen in Arsenals Startelf gegenüber dem 1:1 gegen Liverpool am Samstag, hatte erst wenige Stunden vor dem Spiel eine Einladung für die anstehenden Länderspiele der englischen Nationalmannschaft erhalten. Im Hinspiel hatte er in Lissabon das 1:0-Siegtor erzielt, es war sein fünfter Pflichtspieltreffer in dieser Saison.

Jetzt droht ihm mal wieder eine monatelange Zwangspause. Mitte 2015 und Mitte 2016 hatte er sich jeweils eine schwere Knieverletzung zugezogen.