Junioren

Arp, Kühn und Cetin treffen gegen die Afrikaner

3:1 gegen Guinea: Deutsche U 17 im WM-Achtelfinale!

Jan-Fiete Arp (re.) traf zum 1:0 gegen Guinea.
© imago

Deutschlands U-17-Coach Christian Wück tauschte nach dem unterirdischen 0:4 gegen den Iran gleich fünfmal: Vagnoman, Abouchabaka, Jastrzembski, Kühn und Bisseck begannen für Boller, Cetin, Awuku, Majetschak und Yeboah (alle Bank).

Arp trifft früh - Soumah gleicht aus

Die deutsche Mannschaft hatte sich nach dem schlechten letzten Spiel am Dienstag einiges vorgenommen und begann sehr forsch. Jastrzembski ging früh drauf und erzwang einen Ballverlust von Soumah, die Kugel prallte zu Arp, der schob überlegt ein (8.). Das war der erwünschte Traumstart für die DFB-Junioren. Die Wück-Elf hatte zu Beginn alles im Griff, aber nach etwa einer Viertelstunde wurde Guinea mutiger, Cisse (22.) und Soumah (23.) zielten allerdings zu ungenau. Aber drei Minuten später zappelte der Ball im Netz der Deutschen: Die Defensive kam im eigenen Strafraum nicht in die Zweikämpfe, das Spielgerät landete rechts im Sechzehner bei Soumah. Der ließ Vagnoman aussteigen und schob aus kurzer Distanz ein.

Die Afrikaner waren zu dieser Phase die bessere Mannschaft, Bah verzog aus 16 Metern (32.). Gegen Ende des ersten Durchgangs kam Deutschland noch einmal besser auf. Jastrzembski setzte das Leder über den Kasten (40.), Abouchabaka fand in Guineas Keeper Camara seinen Meister (42.) und Bisseck nickte das Leder links am Tor vorbei (45.+3). So ging es mit einem leistungsgerechten Remis in die Kabine.

Kühn behält die Ruhe

Deutschland begann nach der Pause wieder stark: Abouchabaka und Kühn prüften binnen kürzester Zeit Camara, der Keeper reagierte zweimal stark (47.). Guinea blieb vorne immer gefährlich, Bah verzog in Rücklage (61.). Aber in der Defensive waren die Afrikaner anfällig. Arp ging früh drauf und eroberte sich dadurch den Ball. Der Stürmer legte mit Übersicht quer auf Kühn, der ließ Camara aussteigen und schob das Leder mit aller Ruhe ins Tor (62.).

Cetin macht den Deckel drauf

Die Afrikaner waren nun noch mehr gefordert, Toure setzte den Ball rechts am Tor vorbei (66.). Guinea ging mehr und mehr ins Risiko, dadurch ergaben sich Räume für Deutschland. Kühn hatte nach 80 Minuten die Entscheidung auf dem Fuß, scheiterte aber alleine vor Camara am Keeper. Im Gegenzug machte es Guinea schnell, Aguibou verzog aus 16 Metern. Es war eine völlig offene Partie, in der die deutsche Mannschaft ihre Konter nicht überzeugend genug zu Ende spielte. Arp schloss vorschnell ab, anstatt seinen Mitspieler zu bedienen (83.). Aber gegen Ende ging Guinea die Kräfte aus. Die DFB-Junioren spielten es clever, der eingewechselte Ngankam holte in der Nachspielzeit einen Elfmeter raus. Der ebenfalls eingewechselte Cetin verwandelte diesen sicher zum 3:1-Endstand (90.+3).

"Es war nicht einfach, nach dem Iran-Spiel eine solche Reaktion zu zeigen. Auf den Spielern lastete sehr viel Druck, aber sie sind hervorragend damit umgegangen. Wir sind mit der richtigen Einstellung in die Partie gegangen und haben uns gegenseitig unterstützt", sagte Wück nach dem Spiel. "Wir wissen aber auch, dass wir unsere Torchancen noch besser nutzen müssen - vor allem jetzt im Achtelfinale, wenn die Qualität der Gegner nochmals zunimmt. Kolumbien wird eine sehr große Herausforderung, auf die wir uns intensiv vorbereiten werden."

Als Gruppenzweiter zieht Deutschland ins Achtelfinale ein und trifft dort am Montag (13 Uhr, LIVE! auf kicker.de) in Neu-Delhi auf Kolumbien.