Kapitän schwört die Mannschaft ein - Isco entschuldigt sich

Gerieten Ramos und Präsident Perez aneinander?

Auf Präsident Florentino Perez kommt einiges an Arbeit zu.
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Ramos holte sich in der Schlussphase des Hinspiels beim Stand von 2:1 für Real absichtlich die Gelbe Karte ab, um im Rückspiel zu fehlen und nicht ein mögliches Viertelfinal-Hinspiel zu verpassen. Diese Aktion brachte ihm im Vorfeld des zweiten Duells mit Ajax eine Sperre von zwei Spielen ein . Der Plan des Spaniers ist also gescheitert, dazu kam, dass sein Team nach einer 1:4-Schlappe gegen Amsterdam gar nicht erst ins Viertelfinale einzog.

Der Kapitän der Königlichen fehlte an allen Ecken und Enden, das Defensivverhalten der Blancos war unterirdisch. Aber Ramos soll nach der Partie noch einen großen Auftritt gehabt haben, denn laut einem Bericht der spanischen Zeitung AS, den die Marca bestätigte, geriet er mit Präsident Perez in der Kabine aneinander. Der Funktionär sagte, dass die Spieler daran Schuld seien, was passiert ist. Ramos entgegnete, dass nicht nur die Spieler Schuld an der Krise haben und sie den Präsidenten im Sommer gewarnt haben, dass sie einen neuen Stürmer brauchen. Die Königlichen haben nach dem Abgang des Superstars Cristiano Ronaldo zu Juventus keinen adäquaten Ersatz geholt - das muss Real nun teuer bezahlen, denn diese Saison wird mit ziemlicher Sicherheit ohne Titel enden.

Der Zwist zwischen Ramos und Perez war jedoch noch nicht vorbei, der Präsident soll sogar gedroht haben, den Kapitän rauszuschmeißen. Der Spanier dazu: Bezahle mich aus, ich habe alles für den Verein gegeben und gehe mit erhobenem Haupt. Ramos ist unangefochtener Leader im Team von Real, genießt auch bei den Fans ein sehr hohes Ansehen. Ein Rausschmiss des Kapitäns kann sich Perez eigentlich nicht erlauben. Mittlerweile seien die Wogen allerdings wieder geglättet, hieß es am Freitagvormittag. Zumindest trafen sich beide Protagonisten bereits am Donnerstag zu einem klärenden Gespräch.

Ramos schwört Team ein - Isco entschuldigt sich

Für Ramos & Co. geht es nun erst einmal darum, so gut es geht Ruhe einkehren zu lassen. Am Sonntagabend geht es in der Liga mit dem Spiel bei Valladolid weiter. Die Königlichen haben zwölf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Barcelona, die Meisterschaft ist quasi weg. Nun gilt es, die Saison unter den ersten Vier zu beenden, um nächstes Jahr in der Champions League zu kicken. Die Madrilenen befinden sich acht Punkte vor dem Fünften Alaves.

Ramos hat am Donnerstag die Mannschaft in der Kabine versammelt und ohne Trainer zum Team gesprochen. Er schwor seine Kollegen auf die letzten zwölf Spiele in der Liga ein. Nur einmal wurde der Anführer der Mannschaft unterbrochen - und zwar von Isco. Der Dribbelkünstler wurde vor dem Ajax-Spiel aus dem Kader gestrichen und stieg anschließend nicht mit der Mannschaft in den Bus Richtung Estadio Santiago Bernabeu. Der Spanier entschuldigte sich für sein Verhalten, das bei den Teamkollegen natürlich nicht gut ankam. Und eines ist auch klar: Zusätzliche Baustellen können die Königlichen aktuell mal gar nicht gebrauchen.

Solari bleibt erst einmal

Apropos Baustelle: Diese hat Real auch auf der Trainerposition, denn Santiago Solaris Tage sind laut spanischen Medienberichten gezählt. Am Sonntag wird er allerdings auf der Bank Platz nehmen. Dass der Coach über das Saisonende hinaus bleiben wird, ist quasi ausgeschlossen.