League Cup, Achtelfinale: Arsenal und Tottenham zittern etwas

Gleich zwei Eigentore helfen Chelsea

Matchwinner auf Chelsea-Seite: Davide Zappacosta (rechts) mit Cesc Fabregas.
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Der englische League Cup, der offiziell Carabao Cup heißt, ist für die großen Premier-League-Klubs oftmals die Gelegenheit, das Ersatzpersonal aufs Feld zu schicken. So kann sich die zweite Reihe beweisen - oder eben beweisen, warum sie eben doch nur zweite Wahl ist.

Im Achtelfinale am Mittwoch tat sich sicherlich bei allen drei gefragten Top-Teams aus London (Tottenham, Chelsea, Arsenal) dieser Eindruck auf: Zwischenzeitlich lief's immer mal gut, dann aber auch schlecht - und der Underdog kam auf.

Llorente bringt die Entscheidung

Die Spurs zum Beispiel mühten sich zu Gast bei West Ham United in einem Duell zweiter Erstligisten zu einem 3:1-Sieg: Denn nach zwei absoluten Geschenken der Abwehr war es Doppelpacker Son, der einen Zwei-Tore-Vorsprung herstellte (16. und 54.). In der Folge kamen die Hammers zurück - Lucas Perez erzielte per Kopf den verdienten 1:2-Anschluss (71.). Doch als West Ham um den eingewechselten Ex-Bremer Arnautovic drauf und dran am Ausgleich war, stach Tottenhams Stürmer Llorente (75.). 3:1 und zugleich der Schlusspunkt.

Zappacosta findet gleich zweimal einen Unglücksraben

Gar nur mit 3:2 setzte sich der FC Chelsea gegen Zweitligist Derby County (The Rams) durch - und durfte sich gleich bei zwei eigenen Toren bei der gütigen Mithilfe der Gäste um Trainer und Ex-Blues-Star Frank Lampard bedanken. Denn: Tomori schoss sich zunächst nach einer Zappacosta-Flanke selbst an und bugsierte die Kugel so ins eigene Netz (5.), ehe nach dem zwischenzeitlichen 1:1 durch Jack Marriott (9.) und erneut nach einer Zappacosta-Flanke dieses Mal Keogh den Tollpatsch gab (21.).

Doch auch davon erholte sich der Außenseiter und kam dank Waghorn zum verdienten 2:2 (27.). Noch vor der Pause fiel aber die Entscheidung zu Chelseas Gunsten: Fabregas traf nach gekonnter Passstafette gekonnt zum 3:2 (41.). Rams-Coach Lampard, der von den Londoner Fans natürlich lautstark gefeiert wurde, durfte letztlich beinahe noch das 3:3 bejubeln, doch Nugent traf in der 90. Minute nur den linken Pfosten.

Arsenal hangelt sich ins Ziel

Der FC Arsenal hatte derweil die vermeintlich leichteste Aufgabe auf dem Zettel - und tat sich gegen Drittligist FC Blackpool doch immens schwer. Im heimischen Emirates Stadium gingen die Gunners zwar nach feinem Guendouzi-Chip durch Lichtsteiner (33.) und Smith-Rowe (50.) mit 2:0 in Front. Doch in der Folge kam der Underdog auf, auch weil er nach der Gelb-Roten Karte für den erst 19-jährigen Franzosen Guendouzi in Überzahl spielen durfte und durch Paudie O'Connor zum 1:2-Anschluss kam (66.). In der Folge aber brachten die Gäste trotz aller Mühen nichts mehr zustande, kassierten vielmehr selbst nach einem harten Tackling von Paudie O'Connor gegen Aubameyang einen Platzverweise (glatt Rot, 66.). Es blieb somit beim knappen 2:1 für Arsenal - auch deswegen, weil Torwart Cech (zuletzt verletzt und stets von Leno vertreten) nach einem vertändelten Ball Glück hatte, dass ein Gegenspieler im Abseits stand.