Als Spieler ärgerte der Argentinier Bayer Leverkusen

Darum setzt Real auf Interimscoach Solari

Am Mittwoch feiert er sein Debüt bei Reals erster Mannschaft: Santiago Solari.
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Solari hatte bei Real zunächst die A-Junioren trainiert, seit 2016 ist er für die zweite Mannschaft verantwortlich. Seine bevorzugten Spielsysteme sind das 4-2-3-1 und das 4-1-4-1. Bei der "Castilla" erlebte er seine Höhen und Tiefen, das Ziel Aufstieg in die zweite spanische Liga wurde zweimal klar verpasst (Rang elf und Rang acht). Sein Vertrag wurde trotzdem verlängert. Aktuell steht sein Team auf dem fünften Platz, am Wochenende setzte es eine 0:1-Heimpleite im Topspiel gegen Fuenlabrada.

Keine glorreiche Bilanz - doch eines spricht klar für Solari. Florentino Perez gilt laut der "Marca" als großer Fan des Argentiniers. Der Präsident stellte schon in den vergangenen Jahren klar, dass Solari immer einen Platz bei Real haben werde. Nun darf er sogar vorübergehend die erste Mannschaft trainieren, erstmals am Dienstag um 11 Uhr. Um 12.30 Uhr steht dann die Pressekonferenz mit dem Interimscoach auf dem Programm.

Am Mittwoch im Hinspiel des Sechzehntelfinales der Copa del Rey bei Drittligist UD Melilla (LIVE! ab 19.30 Uhr bei kicker und im Stream bei DAZN) wird Solari dann sein Debüt feiern. Gemäß der Regularien in Spanien darf ein Interimstrainer aber maximal 14 Tage im Amt bleiben. Danach muss er durch eine Dauerlösung ersetzt oder selbst zum Chef befördert werden. Solari kann also für die Spiele gegen Melilla, Valladolid (Liga), Viktoria Pilsen (Champions League) und Celta Vigo (Liga) auf der Bank sitzen, ohne dass Real reagieren muss. Danach ist Länderspielpause.

Im CL-Finale gegen Leverkusen spielte Solari durch

Solari, elfmaliger argentinischer Nationalspieler, war schon als Spieler bei Real Madrid aktiv. Der Mittelfeldakteur holte 2001 und 2003 die Meisterschaft mit den Königlichen, 2002 feierte er mit Zidane & Co. den Triumph in der Champions League. Im Finale gegen Bayer Leverkusen (2:1) stand er über die volle Spielzeit auf dem Platz (kicker-Note 3). Nun winkt ihm unverhofft wieder die Königsklasse: diesmal als Trainer.