Thema wird konkret

Premier League: Kommt 2019 die Winterpause?

Einer von mehreren Verfechtern einer Premier-League-Winterpause: ManCity-Trainer Pep Guardiola.
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Nächste Woche soll der nächste milliardenschwere TV-Vertrag der Premier League feststehen, bis Ende Januar konnten Angebote für den Zeitraum 2019 bis 2022 abgegeben werden. Werden es die ersten Jahre mit einer Winterpause?

Wie zunächst die "Times" und inzwischen auch andere englische Medien berichten, wird in den Ausschreibungsunterlagen, die die Fernsehsender erhalten haben, auf eine mögliche Winterpause hingewiesen.

"Die Premier League führt seit einigen Monaten mit der FA und der EFL (die English Football League ist für die 2., 3. und 4. Liga zuständig, d.Red.) Gespräche bezüglich den Herausforderungen des immer dichteren Kalenders im englischen Fußball", teilte die Premier League angesichts der Medienberichte am Dienstag mit. Dabei gehe es auch um Wege, "den Spielern eine Pause während der Saison zu ermöglichen".

"Boxing Day" & Co. stehen nicht zur Disposition

Einer solchen stehe man "im Prinzip offen gegenüber, sofern Platz im Kalender gefunden werden kann", so das Premier-League-Statement weiter. "Wir werden die konstruktiven Gespräche mit unseren Fußball-Interessensträgern fortsetzen, um eine praktikable Lösung zu finden."

Zwei Einschränkungen gibt es allerdings schon jetzt: Erstens könnte die Winterpause in der kommenden Saison wegen des laufenden TV-Vertrags noch nicht eingeführt werden. Zweitens blieben die Spiele rund um Weihnachten, darunter der traditionelle "Boxing Day", davon unberührt. Realistisch erscheint eine Ligaunterbrechung im Januar.

De Bruyne hat schon jetzt 42 Pflichtspiele absolviert

Pep Guardiola ist einer von mehreren Premier-League-Trainern, die die Einführung einer Winterpause begrüßen würden. "Wir bringen die Spieler noch um", warnte Manchester Citys Coach erst Anfang Januar. Sein Mittelfeldspieler Kevin De Bruyne beispielsweise hat in dieser Saison schon jetzt 42 Pflichtspiele absolviert.

Immerhin: Weil in der laufenden Woche nur die Wiederholungsspiele derjenigen FA-Cup-Duelle anstehen, die in der vierten Runde unentschieden endeten, haben einige Trainer ihren Spielern bis zu drei Tage frei gegeben - sogar Antonio Conte nach Chelseas 1:4-Debakel in Watford .