Angreiferin führt die DFB-Frauen aufs Feld

Am Geburtstag: Popps Einstand in neuer Rolle

Führt zukünftig die deutsche Mannschaft an: Alexandra Popp.
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Ende Februar stand für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft das erste Spiel unter der neuen Trainerin Martina Voss-Tecklenburg auf dem Programm. Und es ging gleich mit einem Achtungserfolg los, denn in Frankreich gewannen die DFB-Frauen mit 1:0 . Nicht mit dabei war damals Popp, die wegen einer hartnäckigen Oberschenkelzerrung pausieren musste. Es wäre ihr erstes Spiel als Kapitänin gewesen.

Nun verschiebt sich ihr Debüt als Kopf der Mannschaft. Das wird am Samstag (13.45 Uhr), dem 28. Geburtstag der Angreiferin, in Solna gegen Schweden stattfinden. "Das ist für mich keine Selbstverständlichkeit. Ich werde, so wie ich es immer versucht habe, alles für das Team tun", so Popp auf "dfb.de" über ihre neue Rolle.

Die Wolfsburgerin tritt damit die Nachfolge von Dzsenifer Marozsan, Deutschlands Fußballerin des Jahres 2018 , an. Die Spielmacherin hatte ihr Amt zur Verfügung gestellt, anschließend entschied sich Trainerin Voss-Tecklenburg für Popp. "Martina war und ist für mich und meine Karriere sehr wichtig, sie hat mich damals in Duisburg geformt", so die Stürmerin. Nun wollen beide zusammen ein erfolgreiches Kapitel beim DFB prägen. "Eine Führungsrolle hatte ich auch schon vorher in der Nationalmannschaft - egal, ob mit oder ohne Binde. Jetzt habe ich noch mehr Verantwortung und bin das Sprachrohr", so die Wolfsburgerin.

Popp: "Viele Länder haben aufgeholt"

Das große Ziel ist nun natürlich die Weltmeisterschaft in Frankreich, die für Deutschland am 8. Juni mit der Partie gegen China beginnt. Außerdem in Gruppe B befinden sich Spanien und Südafrika. "Wir wollen schon Gruppenerster werden und uns auch für die Olympischen Spiele im nächsten Jahr in Tokio qualifizieren", gibt die Kapitänin vor. Dafür müsste die DFB-Auswahl in der Endabrechnung zu den drei besten europäischen Mannschaften gehören. "Viele Länder haben aufgeholt. Es wird nicht einfacher, sondern immer schwieriger, den Titel zu holen", weiß Popp, die aber anfügt: "Wenn wir unser Potenzial auf den Platz bringen, können wir am Ende vorne mitmischen."

Hier sehen Sie den Fahrplan der DFB-Frauen bis zur WM in Frankreich.