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DFB-Pokal, 1. Runde

Hoffenheim glückt Generalprobe - Werder weiter

Umjubelter Bremer: Milos Veljkovic (Mi.) glückte ein tolles Tor gegen Würzburg.
© imago

Am Samstagabend baten die Würzburger Kickers den SV Werder Bremen zum Tanz. Das Spiel fand in Offenbach statt, weil die Kickers aus Lärmschutzgründen die Partie nicht in ihrem heimischen Stadion austragen durften. Spielerisch entwickelte sich am Bieberer Berg dann eine recht ausgeglichene Partie. Werder hatte zwar erwartungsgemäß mehr Ballbesitz, allerdings fehlte es den Hanseaten gegen gallige Würzburger an Zug zum Tor. Erst zum Ende des ersten Durchgangs wurde es lebhafter vor den Toren: So musste Kickers-Keeper Hesl gegen Gebre Selassie (38.) eingreifen, während auf der Gegenseite Taffertshofer die erste klare Chance des Drittligisten an den Pfosten setzte (45.+1).

Lange sollte es aber nicht mehr torlos bleiben. Denn kurz nach dem Seitenwechsel zappelte der Ball im Netz: Veljkovic zwirbelte die Kugel traumhaft von der linken Außenbahn genau in den rechten Winkel (51.). Der Serbe wollte eigentlich flanken, wie er später selbst bestätigte, umso mehr freute er sich daher über den "Sonntagsschuss". Für große Freude im Bremer Lager hatte der Glückstreffer schon während des Spiels gesorgt - Hauptsache in Führung. Und die baute der Bundesligist anschließend noch aus: Kruse (74.) und Eggestein (77.) nahmen die Spannung endgültig aus der Partie und sicherten der Nouri-Elf den unter dem Strich verdienten 3:0-Sieg.

Nietfeld und Grüttner führen Regensburg in Runde zwei

Ein weiteres reines Zweitliga-Duell stand in Regensburg an, wo der Jahn die Darmstädter empfing. Die Regensburger erspielten sich in einem durchschnittlichen Spiel leichte Vorteile und hätten nach elf Minuten gleich in Führung gehen können, wenn nicht sogar müssen. Geipl jagte jedoch einen Strafstoß (Kamavuaka an Grüttner) in die Wolken. Danach entwickelte sich kein fußballerischer Leckerbissen - Kombinationen waren Mangelware, Zweikämpfe und leichtere Fehler dominierten. Und dennoch fielen noch in Hälfte eins zwei Treffer: Zuerst stachen die Lilien zu, als Sobiech einen Konter zur etwas schmeichelhaften Führung nutzte (41.). Dem Ausgleich ging ein unnötiges Ziehen von Banggaard an Adamyan voraus, den fälligen Strafstoß verwandelte Lais sicher (45.+3). Durchgang zwei hatte mehr Tempo zu bieten, allerdings dauerte es lange, ehe der entscheidende Treffer fiel: In der 86. Minute scheiterte Grüttner noch an der Latte, doch der eingewechselte Nietfeld drückte das Leder über die Linie zum 2:1. In der Nachspielzeit stach dann Grüttner sogar noch einmal zu und sorgte für den vielumjubelten 3:1-Endstand (90.+4). Der Jahn erreichte damit erstmals nach 14 Jahren die 2. Runde des DFB-Pokals.

Hoffenheim glückt Generalprobe

Die TSG Hoffenheim bekleckerte sich bei Rot-Weiß Erfurt nicht unbedingt mit Ruhm. Die Kraichgauer hatten zwar beim Drittligisten deutlich mehr Spielanteile, allerdings sprang lange Zeit daraus nichts heraus. RWE überraschte mit einer Dreierkette, schaffte es, die Räume exzellent zu verdichten und machte dem großen Favoriten das Leben sehr schwer. Erleichterung auf der Hoffenheimer Bank kam jedoch nach Wiederanpfiff auf, denn ein guter Spielzug reichte, um den Bann zu brechen und in Führung zu gehen: Amiri traf mit der Pike in die Maschen - 1:0 (56.). Das war dann auch der Endstand: Erfurt verabschiedete sich demnach erhobenen Hauptes aus dem Pokal, während die Sinsheimer ihre Generalprobe für das anstehende Hinspiel in der Qualifikation zur Champions League am kommenden Dienstag (LIVE! ab 20.45 Uhr bei kicker.de) erfolgreich bestritten.

Pokal-Fight auf der Bielefelder Alm

Ein echter Pokal-Fight entwickelte sich zwischen Arminia Bielefeld und Fortuna Düsseldorf. Spielerisch befand sich die Partie auf überschaubarem Niveau, Chancen hatten zudem Seltenheitswert - lediglich Fortunas Kujovic sorgte in Hälfte eins ab und an für Wirbel. In kämpferischer Hinsicht blieben jedoch nicht viele Wünsche offen. Die Zweikämpfe wurden emotional geführt, es ging phasenweise recht hektisch zur Sache. Und nach der Pause klingelte es auch: Nachdem Düsseldorfs Schlussmann Rensing eine Doppelchance von Klos/Voglsammer vereitelt hatte (55.), musste sich der Schlussmann doch noch geschlagen geben: Klos wuchtete eine Flanke von links in die Maschen zum 1:0 (56.). Ein Katastrophenpass von Voglsammer brachte die Fotunen aber wieder ran, denn Hennings nahm das Geschenk des Arminen dankend an und stellte auf 1:1 (68.). Das war dann auch das Ergebnis nach 90 Minuten, weshalb die Partie in die Verlängerung ging.

Und in dieser avancierte Hennings zum Matchwinner: Der Angreifer profitierte abermals von einem gegnerischen Fehler - diesmal verlor Kerschbaumer den Ball - und schnürte anschließend seinen Doppelpack (96.). Der 29-Jährige ist damit der erste Fortuna-Spieler, der als Joker im Pokal doppelt getroffen hat. Auf dem Platz hatte das wenig zu bedeuten, im Gegensatz zur nun fahrlässigen Chancenverwertung der Düsseldorfer. Gegen sichtlich aufsteckende Arminen ließen die Gäste haufenweise gute Chancen liegen und gerieten dann sogar noch in Unterzahl (Ayhan sah Gelb-Rot 115.). Bis zum Schluss blieb es spannend, ehe Fink nach Vorlage von Hennings mit einem kernigen Schuss in die Maschen die Rheinländer endgültig eine Runde weiter brachte (120.+1).