Kommentar zum feststehenden Abschied von Friedhelm Funkel

Warme Worte, kalter Abschied

Gehen ab Sommer getrennte Wege: Fortuna Düsseldorfs Vorstandsvorsitzender Robert Schäfer (li.) und Trainer Friedhelm Funkel.
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Aus Düsseldorfs Trainingslager in Marbella/Spanien berichtet Oliver Bitter

Robert Schäfers Aussage, man wolle abwarten, wie die Mannschaft in die Rückrunde startet, ist nicht im mindesten nachvollziehbar. Der Vorstands-Chef liefert mit seinen Erklärungsversuchen vor allem Ungereimtheiten. Warme Worte und ein kalter Abschied - warum nur?

Trainer-Routinier Funkel hat in seiner Amtszeit mit bescheidenen Mitteln deutlich mehr erreicht, als zu erwarten war. Er hat die sportlichen Ziele meilenweit übertroffen, er hat Spieler entwickelt, eine Mannschaft geformt und überdies im sportlichen Bereich für ein Klima gesorgt, um das viele den Aufsteiger beneiden. Was sollen ein paar Wochen an der Einschätzung ändern, dass der auch im Umfeld und bei den Fans äußerst beliebte Funkel der richtige Mann am richtigen Platz ist?

Dass der Trainer sogar anbot, seinen Vertrag nur für die 1. Liga zu verlängern, entkräftet zudem das Argument, es sei ja noch nicht klar, in welcher Liga Fortuna in der nächsten Saison antritt. Eine nicht nachvollziehbare Trennung also, die ein ganz schwaches Licht auf die Entscheidungsträger im Verein wirft.