Bundesliga

Weitere News:

09.01.2019 19:39

Nächster Schock für 96: Bebou fehlt erneut wochenlang

09.01.2019 19:39

Wirbel um Walace - Hannover äußert sich

09.01.2019 19:39

Breitenreiter "ohne Neun"

09.01.2019 19:39

Heldt verärgert: "Das ist schwer zu ertragen"

Mit Moral zum Remis, aber neue Sorgen um Bebou

3:3 nach 0:3: Hannover "auf einmal bissig"

Sah ein turbulentes Spiel seiner Mannschaft: Hannovers Trainer André Breitenreiter.
© imago

Aus Hannovers Trainingslager in Marbella berichtet Michael Richter

Zweiter Test, zweites Unentschieden: Im abschließenden Test vor der Rückkehr nach Deutschland erreichte Hannover 96 im Trainingslager in Marbella ein 3:3 (0:0) gegen den belgischen Erstligisten Zulte Waregem. Zuvor hatte es am Sonntag ein 0:0 gegen die Zweitliga-Vertretung NEC Nijmegen (Niederlande) gegeben. "Von der Spielanlage haben wir einen deutlichen Schritt nach vorne getan", zog Trainer André Breitenreiter ein insgesamt positives Fazit. "Wir waren feldüberlegen, haben kompakt verteidigt und aggressiv den Ball erobert. Wir haben es aber zunächst verpasst, Tore zu erzielen."

Tatsächlich scheiterten bei 96, das im 4-2-3-1 angetreten war, zunächst Kapitän Waldemar Anton, dann Marvin Bakalorz und später mehrfach der unglückliche Bobby Wood am allerdings oft gut reagierenden deutschen Zulte-Keeper Eike Bansen, der aus der Jugend von Borussia Dortmund hervorgegangen ist.

"Das wäre ganz bitter, wenn er mit einer neuen Verletzung fehlt"

André Breitenreiter mit Blick auf die Verletzung von Ihlas Bebou

Negativer Höhepunkt aus Hannoveraner Sicht war aber die erneute Verletzung von Rückkehrer Ihlas Bebou. Bei seinem Comeback nach mehrwöchiger Pause wegen einer Sehnenverletzung stürzte der Hoffnungsträger nach 19 Minuten im Laufduell nach leichtem Kontakt mit Waregems Henrik Björdal so unglücklich, dass er ausgewechselt werden musste. Nach ersten Erkenntnissen ist diesmal bei dem 24-Jährigen der Muskelbauch im Oberschenkel betroffen.

"Durch das Tackling ist Ihlas falsch aufgekommen. Das wäre ganz bitter, wenn er mit einer neuen Verletzung fehlt. Er hat zuvor klar signalisiert, dass er sich richtig fit fühlt, mindestens für eine Halbzeit. Schade, wenn mit ihm ein weiterer Spieler ausfallen würde", so Breitenreiter.

Wenig Erfreuliches nach komplettem Wechsel

Nach einem kompletten Wechsel der Aufstellung sah der Coach zunächst in den zweiten 45 Minuten auch sportlich wenig Erfreuliches. Innerhalb von sieben Minuten schraubten die Belgier den Spielstand auf 0:3, jeweils begleitet von Fehlern des Bundesligisten. War es zunächst Reservekeeper Leo Weinkauf, der eine scharfe Hereingabe von Walsh durch die Hände rutschen ließ und damit Nissilä zur Führung assistierte, so schloss wenig später Sylla einen Zulte-Konter ab, nachdem bei 96 vorne ein Ball von Florent Muslija nicht bei Julian Korb angekommen war.

Dem dritten Gegentreffer wiederum ging ein Ballverlust von Innenverteidiger Felipe voraus. "Von der Spielanlage war es okay, aber wir haben drei leichte Gegentore bekommen, waren da nicht gut in der Absicherung", merkte Breitenreiter zum zweiten Durchgang an. "Trotzdem haben wir anschließend Moral gezeigt. Auf einmal waren wir bissig und man hat gesehen, dass wir unbedingt das Spiel gewinnen wollten."

96er beweisen Moral - Kein Einsatz für Müller

Das gelang nicht, aber nach dem scheinbar aussichtslosem Rückstand reichte es wenigstens noch zum verdienten Unentschieden. Erst schloss U-23-Spieler Benjamin Hadzic nach Vorlage von Iver Fossum zum 1:3 ab, dann überlistete Muslija den inzwischen ins Spiel gekommenen Bossut im Tor der Belgier mit einem Lupfer aus rund 20 Metern. Zwei Minuten vor dem Ende veredelte schließlich Hendrik Weydandt seine ansprechende Leistung mit dem 3:3 - vorausgegangen war ein Steilpass wiederum von Fossum.

Nicht zum Einsatz kam auf Seiten der Niedersachsen Winter-Neuzugang Nicolai Müller, der zuvor über leichte Probleme in seinem in der vorigen Saison verletzten Knie (Kreuzbandriss) geklagt hatte. "Wir hatten vor, ihn einzuwechseln", gab Breitenreiter aber weitenteils Entwarnung. "Er hatte leichte muskuläre Probleme, die ins Knie strahlen. Er wollte noch spielen, es ging ihm schon wieder besser. Nach der Verletzung von Ihlas Bebou aber wollten wir nichts mehr riskieren."