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Kohfeldt lobt Sahin: "Das zeichnet große Spieler aus"

Zuletzt nicht in Bremens Startelf: Nuri Sahin.
© imago

Beiderseits besonders im Blickpunkt stehen wird fraglos Nuri Sahin. Der schwarz-gelbe Publikumsliebling kehrt als Bremer erstmals an seine alte Wirkungsstätte zurück. Ob er auch mitspielen darf, ist freilich noch offen.

"Das Spiel hat natürlich eine große Bedeutung für Nuri", weiß Kohfeldt, "und das lässt mich auch nicht kalt. Aber es kann kein Grund für mich sein, über Aufstellung oder Nichtaufstellung zu entscheiden." Zuletzt gegen Düsseldorf musste Sahin 90 Minuten zuschauen – und nun? "Nuri kann sich natürlich Hoffnungen machen, am Samstag wieder in der Startelf zu stehen", sagt sein Trainer. Eine Garantie gibt er aber nicht ab. Und stellt vorsorglich schon mal klar: "Nuri ist 30 Jahre alt und hat so viele Erfahrungen gesammelt, dass es ihn nicht aus der Bahn werfen würde, falls er am Samstag nicht auflaufen würde." Zumindest für die Öffentlichkeit könnte dann zwar ein vermeintliches Politikum entstehen. Intern aber nicht, wie Kohfeldt versichert: "Nuri stellt sich nie über das Team, sondern denkt immer im Sinne der Mannschaft. Das ist es, was große Spieler letztlich auszeichnet."

Freilich: Wie viele Fragen Kohfeldt am Donnerstag rund um Sahin beantworten musste, zeigt einmal mehr das Spannungsfeld, in dem sich Spieler und Verein derzeit bewegen. Ein so großer Name, mit Borussia Dortmund, Real Madrid und dem FC Liverpool als Karrierestationen, der aktuell beim Liga-Achten keinen Stammplatz besitzt – das sorgt zwangsläufig für Diskussionen. Doch versichert Kohfeldt einmal mehr, mit seinem erklärten Führungsspieler absolut im Reinen zu sein. "Die Erwartungen neben dem Platz hat Nuri sogar 1000-prozentig erfüllt", schwärmt der Coach, "weil er in unserer Kabine vom ersten Tag an zum Erfolg beigetragen hat, absolute Professionalität und Siegeswillen vorlebt."

Auch Sahin hat das Selbstverständnis verloren

Und: "Mit ihm kann man Gespräche über Fußball führen, die weit über normale Spieler-Trainer-Gespräche hinausgehen." Zu Sahins Leistungen auf dem Rasen sagt Kohfeldt: "Man darf nicht vergessen, dass ihm eine komplette Vorbereitung mit uns fehlt. Dennoch hat er auch schon sehr, sehr gute Spiele für uns gemacht. Ich erinnere nur ans Heimspiel gegen Hertha, als alleiniger Sechser in der Raute. Aber, das gehört eben auch zur Gesamtbewertung: In den letzten Wochen hat er – wie viele andere bei uns – etwas von dem Selbstverständnis verloren, mit dem Ball so dominant aufzutreten wie wir das eigentlich wollen." Kohfeldts Fazit: "Ich bin auch als Spieler mit Nuri definitiv zufrieden."