SGE-Keeper schießt in Richtung Referee Stegemann

Trapp: "Es gibt Schiedsrichter, die sollen einfach ihren Pass abgeben"

Unzufrieden mit der Leistung von Schiedsrichter Sascha Stegemann: SGE-Keeper Kevin Trapp (l.).
© imago

Elf Spiele in Folge war die Eintracht ungeschlagen, ehe es am Sonntagabend ein 1:2 gegen den VfL Wolfsburg setzte. Viele Faktoren sprachen während der 90 Minuten dafür, dass es nicht unbedingt der Tag der SGE war: Auch dem gefürchteten Angriffs-Trio um Ante Rebic, Sebastian Haller und Luka Jovic fehlte lange die nötige Durchschlagskraft.

Nach einer starken Anfangsphase mit einem Pfostenschuss von Jonathan de Guzman flachte das Eintracht-Spiel ab, ehe Admir Mehmedi nach einer halben Stunde die Gäste in Führung brachte. "Jede Mannschaft wünscht sich, dass man relativ früh ein Tor schießt", erklärte Frankfurts Trainer Adi Hütter hinterher am "Sky"-Mikrofon: "Wann die Tore fallen, ist egal, Hauptsache eines mehr als der Gegner." Das war am Sonntag aber den Wölfen vergönnt, denen auch das zehnte Saisontor von Jovic kurz vor Schluss nicht mehr schaden sollte.

"Das ist ein Witz": Trapp bat um Resepkt

Nicht zu beneiden war Referee Sascha Stegemann, der 20 Fouls ahndete und zehn Gelbe Karten verteilte. Sieben davon sah Wolfsburg, drei die Eintracht. Immer wieder gab es Nickligkeiten, Rudelbildungen und heiße Wortgefechte. Auch mit Stegemann suchten die Spieler immer wieder vehement das Gespräch. In der Bewertung von SGE-Keeper Trapp, der in der 55. Minute verwarnt wurde, kam der Unparteiische aus Niederkassel extrem schlecht weg. "Ich tue mich manchmal schwer, mit den Schiedsrichtern zu hadern. Es gibt Schiedsrichter, die sollen einfach ihren Pass abgeben und es sein lassen. Das ist ein Witz", polterte die Leihgabe von Paris Saint-Germain und fügte an: "Ich bekomme eine Gelbe Karte, weil ich zu ihm sage, dass er respektvoll mit uns reden soll - was sie auch von uns immer fordern. Weil ich zu ihm sage, er soll auch mal Szenen laufen lassen und nicht jede scheiß Kleinigkeit abpfeifen. Und er sagt: 'Geh' weg, lass mich in Ruhe!' Dafür habe ich kein Verständnis."

Durch die vierte Saisonniederlage, die zweite vor heimischem Publikum, verpasste Frankfurt den Sprung auf Rang zwei. Dieser wäre möglich gewesen, weil am Nachmittag RB Leipzig die Borussia aus Mönchengladbach beim 2:0 in die Schranken gewiesen hatte. So ist die Eintracht nun hinter die Bayern auf Rang fünf zurückgefallen.

"Dennoch wäre für uns ein Remis drin gewesen - mindestens."

Eintracht-Coach Adi Hütter

Hütter steckt deswegen aber nicht den Kopf in den Sand: "Ich bin natürlich enttäuscht, dass wir verloren haben. Aber ich habe kein schlechtes Spiel meines Teams gesehen. Bis zum Schluss haben wir toll gekämpft und gearbeitet, dabei aber auch zu viele Konter zugelassen, da wir teilweise zu nachlässig agiert haben. Wir waren nicht so griffig und konsequent wie zuletzt. Dennoch wäre für uns ein Remis drin gewesen - mindestens."