Spruch des Jahres kommt von Hitzlsperger

Hrubesch: "Glaube, dass ich wirklich so gut bin"

Wurde in Nürnberg mit dem Walther-Bensemann-Preis ausgezeichnet: Trainer Horst Hrubesch.
© kicker

Nach einer Laudatio von kicker-Herausgeber Rainer Holzschuh nahm Hrubesch den mit 10.000 Euro dotierten Walther-Bensemann-Preis persönlich entgegen. Die Summe reicht der Europameister von 1980 an einen sozialen Zweck weiter.

Jedes Jahr zeichnet die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur Personen der Zeitgeschichte aus, deren langjähriges Wirken in der Tradition des kicker-Gründungsvaters Walther Bensemann steht. "Ich habe immer versucht, mein Licht unter den Scheffel zu stellen", erklärte der ehemalige Torjäger Hrubesch im Rahmen der Verleihung. "Aber langsam glaube ich, dass ich wirklich so gut bin."

""Ich habe immer versucht, mein Licht unter den Scheffel zu stellen. Aber langsam glaube ich, dass ich wirklich so gut bin.""

Horst Hrubesch

Im Finale bei der Wahl zum Fußballspruch des Jahres setzte sich Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger gegen den Freiburger Stürmer Nils Petersen durch. Der ARD-Experte hatte vor dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft bei der WM gegen Schweden gesagt: "Die Schweden sind wie die Mittdreißiger in der Disco: Hinten reinstellen und warten, ob sich was ergibt." Die Besucher der Gala zur Verleihung des Deutschen Fußballkulturpreises stimmten mehrheitlich für diesen Spruch.

Auf Platz zwei landete Petersen mit folgendem Bonmot: "Salopp gesprochen, verblöde ich seit zehn Jahren, halte mich aber über Wasser, weil ich ganz gut kicken kann." Eine 14-köpfige Jury hatte zuvor eine Vorauswahl getroffen. Ins Halbfinale hatten es zudem Felix Kroos und Kevin-Prince Boateng geschafft. Der Preis ist mit 5000 Euro für einen gemeinnützigen Zweck dotiert.