"Ich gehe nicht ganz"

Sahins emotionale Worte und sein Dank an Klopp

Ein denkwürdiger Moment: Nuri Sahin trifft gegen Bayern und rennt zu Trainer Jürgen Klopp.
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Als Nuri Sahin 2011 vom BVB zu Real Madrid ging, tat er das als Deutscher Meister und Fixpunkt einer aufregenden, jungen Dortmunder Mannschaft um Trainer Jürgen Klopp. Diesmal ist sein Abschied ein anderer: In den Plänen des jetzigen BVB-Coaches Lucien Favre tauchte Sahin nicht mehr auf, gegen die Konkurrenz um Ex-Bremer Thomas Delaney und Axel Witsel konnte er sich nicht behaupten.

Deswegen "war es sein ausdrücklicher Wunsch, zum SV Werder zu wechseln", wie Hans-Joachim Watzke im Vereinsstatement erklärt. "Ich gehe aber fest davon aus, dass Nuris Lebensmittelpunkt weiterhin Dortmund sein wird und wünsche mir, dass er nach seiner Karriere - in welcher Funktion auch immer - zum BVB zurückkehrt."

Sportdirektor Michael Zorc verabschiedet einen "großen Borussen, der immer Borusse und Teil unseres Klubs und seiner Geschichte bleiben wird". Nuri Sahin, betont Zorc, "ist ein Spieler, der sich um den BVB seit Jugendzeiten und bis zum heutigen Tag enorm verdient gemacht hat".

Dem Deutsch-Türken fällt der (vorübergehende) Abschied ähnlich schwer: "Ich möchte mich von ganzem Herzen bei dem Verein und den Fans für die zurückliegenden gemeinsamen Jahre bedanken. Ich gehe nicht ganz, denn Borussia wird immer in meinem Herzen sein. Aus tiefstem Herzen bedanke ich mich bei Aki Watzke und Michael Zorc sowie all meinen Trainern, insbesondere aber Jürgen Klopp, die mich immer unterstützt und gefördert haben."

Im Sauerland wurde Sahin vor bald 30 Jahren geboren, "da wirst du entweder Dortmunder oder Schalker. Ich bin superfroh, dass ich Dortmunder geworden bin." Nun wünschen Watzke und Zorc dem Ur-Borussen "von Herzen das Beste beim SV Werder. Die Türen beim BVB stehen ihm immer offen."