Einsatz von Didavi steht auf der Kippe

Labbadia vor Kiel: "Wir benötigen zwei Topleistungen"

Feuerwehrmann des VfL Wolfsburg: Trainer Bruno Labbadia.
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Feueralarm beim VfL Wolfsburg. Kurz bevor die für 14 Uhr angesetzte Pressekonferenz mit Bruno Labbadia vor den Relegationsspielen gegen Holstein Kiel beginnen sollte, heulten Sirenen in der Volkswagen-Arena auf. Ein passendes Bild, für das offenbar ein defekter Kühlschrank gesorgt hatte. Nach kurzer Zeit und einer Räumung der Arena nahm Labbadia schließlich auf dem Podium Platz. Die Frage nach der Alarmstimmung beim VfL lag nahe. "Die Situation ist besonders, keine Frage", antwortete der Fußballlehrer.

Der VfL hat zum zweiten Mal in Folge die Chance, eine völlig verkorkste Saison mit zwei Spielen gegen den Dritten der 2. Liga zu retten. Und nichts anderes haben Labbadia und die Seinen vor. "Wir wissen, was auf uns zukommt." Das gilt mittlerweile auch für Divock Origi, der am Samstag nach dem Sieg gegen Köln (4:1) noch nichts vom kommenden Gegner gehört hatte . Labbadia: "Er weiß jetzt, wer Holstein Kiel ist und welche Spieler dort spielen."

Gekommen, um den VfL zu retten

Labbadia, der Wolfsburger Feuerwehrmann. Er ist gekommen, um den VfL zu retten. Was in der Liga nur bedingt erfolgreich gelungen ist. Nun kann er sein Werk dennoch vollenden. Er lobt die Stärken vom Gegner aus Schleswig-Holstein, streicht die Mentalität der Störche hervor. Ein Vorteil für den Außenseiter? "Das ist eine eingespielte Truppe, das können wir gar nicht sein nach allem, was passiert ist." Deswegen unterstreicht der VfL-Coach: "Wir benötigen zwei Topleistungen."

Auf welche Spieler Labbadia dabei zurückgreifen kann, ist noch offen. Daniel Didavi (Schmerzen an der Achillessehne) trainierte auch am Dienstag mit dem Team. Aber, so Labbadia: "Er hat weiterhin Probleme, sein Einsatz steht auf der Kippe." Das gilt nach wie vor auch für Ignacio Camacho, der nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel nun drei Einheiten am Stück absolviert hat. "Abwarten", sagt Labbadia sowohl zum Spanier als auch zu Paul Verhaegh, der nach seiner gegen Köln zugezogenen Platzwunde mit einem Spezialschutz für den Kopf spielen könnte.