Wolfsburgs Co-Kapitän will versuchen, mit Kopfschutz zu spielen

Verhaegh über Origi: "Das ist nicht so super gelaufen"

Er würde gerne am Donnerstag wieder auflaufen: VfL-Kapitän Paul Verhaegh.
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Mit zehn Stichen musste er genäht werden, drei Tage nach dem Zusammenprall mit Köln Jannes Horn sieht Paul Verhaegh schwer gezeichnet aus. Die Wunde am Kopf, ein Bluterguss rund um das linke Auge. Aber: "Ich fühle mich gut", sagt der 34-Jährige, "aber ich muss testen, ob es geht." Klar ist: Wenn, dann kann Verhaegh nur mit einem Spezialhelm spielen, der stark an die Kopfbedeckung von Arsenal-Torwart Petr Cech erinnert. "Ohne Helm geht es nicht", erklärt der VfL-Routinier. "Ich spüre, dass da was ist am Kopf. Aber es stört nicht extrem. Ich habe keine Gehirnerschütterung, keine Kopfschmerzen. Deswegen war es möglich, direkt wieder zu trainieren." Ob mit dem Kopfschutz auch Kopfbälle funktionieren, muss Verhaegh testen. "Aber ich bin eh nicht der kopfballstärkste Spieler..."

Gleichwohl werden die Kiel-Spiele auch zur Kopfsache. Zwei Partien, in denen es für den VfL um alles geht. Einerseits haben sich die Wolfsburger beim 4:1 am letzten Bundesliga-Spieltag gegen den 1. FC Köln Rückenwind erarbeitet, andererseits könnte dies bei dieser vor Mentalität nicht gerade strotzenden Mannschaft direkt zu Nachlässigkeiten führen. "Wir nehmen aus dem Köln-Spiel Selbstvertrauen mit", betont Verhaegh. "Wir waren voll da, haben unter Druck eine gute Leistung gezeigt. Aber wir wissen auch, dass wir zwei gute Spiele benötigen. Holstein Kiel hat eine spiel- und zweikampfstarke Mannschaft, die viele Tore schießt. Wir müssen beide Spiele sehr konzentriert angehen."

Origis Peinlichkeit, die Verhaegh nicht gutheißen kann

Ob auch Divock Origi so gut über den kommenden Gegner Bescheid weiß? Am Samstag im ZDF hatte der Belgier offenbart, noch nie etwas vom Relegationsgegner gehört zu haben. Eine Peinlichkeit, die auch Verhaegh nicht gutheißen kann. "Das ist nicht so super gelaufen, dass er es in dem Moment nicht wusste. Schlimmer wäre es aber, wenn er es am Donnerstag noch nicht weiß." Doch wie ist diese fehlende Professionalität zu erklären? "Er kommt aus einer anderen Liga, spielt zum ersten Mal in Deutschland. Aber normalerweise sollte man den Verein kennen, wenn man ein bisschen den Fußball verfolgt."