Bremens Eigengewächs sieht sich bereit für 90 Minuten

Bargfredes Plädoyer für Nouri

Bremens Eigengewächs Philipp Bargfrede (li.) und Werder-Coach Alexander Nouri.
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Dass der mit Abstand dienstälteste Werder-Profi (seit 2004 im Klub) zu Saisonbeginn nur eine Nebenrolle spielte und erst am sechsten Spieltag gegen Freiburg seine Startelf-Premiere feiern durfte, ordnet er selbst bemerkenswert realistisch ein: "Es war für mich nicht so verkehrt, die Belastung langsam zu steigern, nicht direkt von 0 auf 100 zu gehen. Über längere Zeit gesund zu sein, ist für mich und auch für den Verein am wichtigsten."

Eine Vorgehensweise, die mit Nouri offenbar dezidiert abgestimmt war: "Ich habe viel mit dem Trainer gesprochen", bestätigt Bargfrede. Ob er Sonntagabend gegen Borussia Mönchengladbach (18 Uhr, LIVE! auf kicker.de) wieder von Beginn an ran darf, scheint derzeit völlig offen. Bargfrede sieht das "relativ gelassen. Ich gebe Gas, wenn ich gebraucht werde." Gleichwohl fühlt er sich inzwischen bereit, auch Woche für Woche 90 Minuten zu powern: "Mit tat es zuletzt auch gut, dass die Belastung höher wurde. Ich hoffe, dass ich auch in den nächsten Wochen viel spielen kann. Mir geht es sehr gut."

Bargfrede: "Man spielt immer für den Trainer"

Noch steigern würde sich dieser Zustand natürlich, wenn am Sonntag gegen Gladbach endlich der erste Saisonsieg eingefahren würde. "Da wollen wir es wuppen", erklärt Bargfrede, "jetzt kommen die Spiele, in denen wir einfach dran sind. Wir brauchen Punkte. Denn der Druck wird immer größer." Zugleich stimmt der zweikampfstarke Mittelfeld-Abräumer in den Chor derjenigen ein, die aus den bisherigen Leistungen deutlich mehr Zuversicht ziehen als aus Punkteausbeute und Tabellenplatz: "Wir spielen nicht so schlecht, stehen hinten stabil und haben in jedem Spiel gute Phasen und unsere Möglichkeiten. Aber die nutzen wir noch nicht so eiskalt wie in der vergangenen Rückrunde."

Dass es am Sonntag auch darum geht, mit einem entsprechenden Ergebnis eine Trainerdiskussion im Keim zu ersticken, kommentiert Bargfrede so: "Man spielt immer für den Trainer. Wir sind ein Team, da gehört der Trainer für mich dazu. Und ich bin der Meinung, dass das Trainerteam sehr gute Arbeit liefert." Und, noch deutlicher: "Alex Nouri ist der absolut richtige Trainer. Wie er uns vorbereitet, taktisch und auch von der Motivation her einstellt, ist absolut gut."