Interview mit dem HSV-"Urgestein"

Diekmeier: "Der HSV polarisiert wie der FC Bayern"

Dienstältester Profi beim HSV: Dennis Diekmeier.
© imago

Im Sommer 2010 hatte Diekmeier den Entschluss gefasst, vom 1. FC Nürnberg zum HSV zu wechseln, damals spielten dort noch Zé Roberto oder van Nistelrooy.

Doch seither geht es mit den Norddeutschen bergab, was selbstredend nicht dem Rechtsverteidiger anzulasten ist. Ein Vereinswechsel kam für ihn trotz der harten Jahre nicht infrage. "Ich habe mir mit dem Wechsel zum HSV einen Kindheitstraum erfüllt, ich bin als Kind ins Volksparkstadion gegangen", erzählt der 27-Jährige. "Ich fand den HSV schon als Kind geil und liebe es, hier zu spielen."

Mittlerweile ist Diekmeier der dienstälteste Profi des HSV, der Klub fasziniert ihn immer noch. "Der HSV ist einfach nicht totzukriegen. Und er polarisiert wie sonst vielleicht nur der FC Bayern", findet der Abwehrspieler. "Viele in Deutschland wünschen dem Verein den Abstieg, in unserer Stadt aber haben wir eine für die Entwicklung der letzten Jahre wahnsinnige Unterstützung. Zu erleben, wie die Leute mitfiebern, macht die Verbindung zum HSV für mich fast noch intensiver."

Sebastian Wolff

Im kicker-Interview erzählt Dennis Diekmeier, warum er trotz seiner jahrelangen Treue kein Treuebekenntnis ablegen möchte und weshalb er sich trotz zweier zweifelhafter Rekorde - er spielte vier Relegationen und schoss in 188 Bundesligapartien noch kein Tor - nicht als Pech-Marie der Bundesliga fühlt. Und natürlich spricht er auch über die Gründe des jahrelangen Abwärtstrends beim HSV.