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Der Fußball im Wandel

Welche Regeln den Fußball verändern - oder nicht

Dank Golden Goal: Oliver Bierhoff machte Deutschland zum Europameister
© picture alliance

Wirft man einen Blick in die lange Geschichte der Fußballregeln, führt die Reise bis ins Jahr 1863, als erstmals ein verbindliches Regelwerk eingeführt wurde. Damals wie heute war die Abseitsregel bereits Bestandteil. Damals allerdings noch in anderer Form (der Angreifer befand sich im Abseits, wenn er sich bei der Ballabgabe weiter vorn als der Ball befand).

Die Regelhüter des IFAB trafen sich bereits 1886 erstmals und das IFAB wurde zur höchsten Instanz bei der Änderung der Regeln. Eine einfache Mehrheit reicht indes nicht, nur bei einer Dreiviertelmehrheit wird es ernst.

Immer wieder gab es kleinere und größere Revolutionen. Ganz aktuell steht die Bundesliga vor der Einführung des Video-Beweises, der ab der kommenden Saison den Fußball fairer machen soll.

Null Wechsel am Anfang - sechs Wechsel in der Zukunft?

Entscheidendes wurde auch in den 60er Jahren geändert. Erstmals wurden Wechsel möglich. Zunächst durfte ein Spieler ausgewechselt werden, bis dahin musste ein Team stets in Unterzahl weiterkicken, hatte sich ein Spieler verletzt. Zuletzt forderte nicht nur Ex-BVB-Coach Thomas Tuchel gar sechs Auswechslungen, da das Spiel so schnell geworden sei.

Erst 1987 wurde die Nachspielzeit eingeführt - ein bis heute vieldiskutiertes Thema, deshalb wurde immer wieder nachgebessert. Zufrieden scheint aber niemand so recht damit zu sein. Deshalb wird schon seit Jahren von verschiedenen Seiten immer mal wieder eine Nettospielzeit eingefordert.

Höchst umstritten war 1995 die Einführung der Drei-Punkte-Regel. Bestand hat sie trotzdem bis heute. Dagegen wurde manche Neuerungen auch wieder zurückgenommen. Per Golden Goal, das erste im Herren-Bereich übrigens, wurde Deutschland durch einen Treffer von Oliver Bierhoff 1996 Europameister. Aus dem Golden Goal wurde das Silver Goal und beides landete letztlich wieder in der Mülltonne.

Ratlosigkeit beim Handspiel

Aktuell steht vor allem eine Regel in den Diskussionen ganz weit oben. Muss man das abpfeifen oder nicht? Wenn es ums Handspiel geht, sind viele Fußballfans inzwischen ziemlich ratlos – selbst den Bundesliga-Profis geht es nicht anders. In der großen kicker-Spielerumfrage, an der sich diesmal 248 Bundesliga-Profis beteiligten, antworteten gerade mal 44,8 Prozent mit "Ja" auf die Frage, ob sie noch wissen, was Handspiel ist. 41,1 Prozent wissen es inzwischen nicht mehr (14,1 Prozent gaben keine Antwort). Das sind alarmierende Zahlen für die Regelhüter - offenbar ist die Regel und deren Auslegung viel zu verwirrend.