Berufung des Vereins vom DFB-Bundesgericht abgewiesen

Strafe bleibt: Rostock muss 38.350 Euro zahlen

Rostocker Fans in Großaspach: Die Geldstrafe für den FC Hansa für das Fehlverhalten seiner Anhänger wurde nun bestätigt.
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Das Bundesgericht bestätigte damit eine Entscheidung des DFB-Sportgerichtes vom 20. November 2018. Zuvor war bereits Rostock im Einzelrichterverfahren am 22. Oktober zu einer Strafe von zunächst 34.350 Euro verurteilt worden, wogegen der Verein Einspruch eingelegt hatte. Die Strafe bezog sich darauf, dass vor, während und nach dem DFB-Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart am 18. August 2018 im Rostocker Zuschauerbereich insgesamt mindestens 92 pyrotechnische Gegenstände abgebrannt worden waren. Darüber hinaus waren eine Rakete abgeschossen und mindestens fünf Becher in den Innenraum geworfen worden.

In der nach dem Einspruch angesetzten mündlichen Verhandlung war zudem ein weiteres Vergehen zur Sprache gekommen, denn vor und während des Auswärtsspiels in Großaspach am 22. September 2018 waren von Rostocker Anhängern Bengalische Fackeln und Rauchtöpfe gezündet worden. Zwar wurde eine Täterermittlung zugunsten des Vereins berücksichtigt, aber dennoch wurde die Strafe um 3.900 Euro aufgestockt. Laut Stephan Oberholz, stellvertretender Vorsitzender des Sportgerichts, hatte Rostock nur für die Vergehen in Großaspach entlastende Umstände vorgebracht.

Rostock legte aufgrund dieser Entscheidung Berufung beim DFB-Bundesgericht ein. Wie Achim Späth, der als Vorsitzender des DFB-Bundesgerichts die Sitzung leitete, ausführte, seien im vorliegenden Fall auch eine höhere Strafe möglich und angemessen gewesen. Allerdings dürfe das Bundesgericht grundsätzlich keine höheren Strafen als die Vorinstanz verhängen, da nur der Verein und nicht der Kontrollausschuss in Berufung gegangen sei.