Osnabrücker Trainer bremst nach Kantersieg

Thioune: "Es ist nicht viel passiert"

Osnabrücks Marc Heider durfte gegen Chemnitz das Tor zum zwischenzeitlichen 2:0 bejubeln.
© imago

Alvarez' Kollege geriet angesichts der Kulisse ebenfalls ins Schwärmen: "Was dann für eine aufbäumende Stimmung durch das Stadion geht, wenn die Fans merken, dass es in die richtige Richtung geht, dass jeder sich den Allerwertesten aufreißt. Wie die uns dann unterstützen, ist überragend", beschrieb Marc Heider die Stimmung auf den Rängen. Und auch Kamer Krasniqi, der mit dem Tor zum 6:1 den Schlusspunkt setzte, zeigte sich nach der Partie begeistert. "Ich bin überglücklich, das war schon immer mein Traum", freute sich das Osnabrücker Eigengewächs über sein erstes Profi-Tor. "Das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache, wir haben unseren Worten Taten folgen lassen", so der 22-Jährige weiter.

Schwere Aufgabe vor der Brust

Bei aller Freude über den Kantersieg gilt es in Osnabrück, sich schnell auf die kommende Aufgabe zu konzentrieren. Schließlich steht bereits am Mittwoch das Nachholspiel gegen den Karlsruher SC an (19 Uhr, LIVE! auf kicker.de). Und daher drückte Daniel Thioune auch etwas auf die Euphoriebremse. Zwar lobte er sein Team dafür, dass die Tore "sehr schön rausgespielt" gewesen seien, sah aber sowohl im behäbigen Spielaufbau zu Beginn der Partie, als auch nach der deutlichen Führung Verbesserungspotential. "Mit der verrückten oder mit der tollen Viertelstunde, zwanzig Minuten in der zweiten Halbzeit war ich absolut einverstanden. Was mir dann nicht gefallen hat, war, dass die Mannschaft so ein bisschen die Schärfe wieder verloren hat", kritisierte er die fehlende Konzentration in der Schlussphase.

Polster verdoppelt

"Es ist nicht viel passiert, wir sind in der Tabelle nicht geklettert, aber haben drei Punkte mehr auf der Haben-Seite", wollte Thioune den Sieg nicht überbewerten. Allerdings zeigt ein Blick auf die Tabelle nach den Sonntagsspielen, dass diese drei Punkte einiges wert sind. Denn das Polster des VfL auf die Abstiegsränge hat sich auf sechs Punkte verdoppelt - mit einem Sieg über Karlsruhe könnte Osnabrück den Vorsprung gar auf neun Zähler ausbauen und im Tabellenkeller vorerst durchatmen.