Fortuna Köln: 0:4-Testniederlage wurmt den Coach

Koschinat: Zwischen Enttäuschung und Erkenntnis

Selbstkritisch nach der Test-Niederlage gegen Leverkusen: Fortunas Trainer Uwe Koschinat.
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"Wenn sich sogar Heiko Herrlich ein bisschen mehr Gegenwehr gewünscht hätte, dann sagt das ja schon viel aus", ärgerte sich Koschinat. An zu außergewöhnlichen Experimenten kann das nicht gelegen haben: Die Startelf vom jüngsten 3:1 bei der SG Sonnenhof Großaspach war größtenteils unverändert geblieben, der Coach hatte es bei drei Wechseln belassen.

Später, als die Partie schon entschieden war, wirbelte Koschinat die Mannschaft kräftiger durch - ohne eine merkliche Besserung. "Gerade von den Jungs aus der zweiten Reihe hätte ich mehr Intensität und Dreckigkeit erwartet. Wir hätten deutlich höher verlieren müssen", gab Koschinat zu. Dass die Fortuna in einem Testspiel Probleme offenbart, kam bereits in der Vorbereitung auf die Saison vor. "Meisterschaft können wir offenbar deutlich besser", erkannte der Trainer.

Heimbilanz: Koschinat fordert Verbesserung

Guten Mutes können die Kölner also auf das kommende Wochenende blicken, wenn der Liga-Alltag zurückkehrt. Zuhause empfängt die Fortuna am Freitag (19 Uhr, LIVE! bei kicker.de) das Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt. "Nach nur einem Punkt aus zwei Heimspielen haben wir etwas gutzumachen", forderte Koschinat, dessen Team sich bei einem Dreier im Führungsquartett festsetzen würde.

Wäre das gleichbedeutend mit einer Umformulierung der Saisonziele? "Wir hatten es jetzt schon mit vielen Szenarien zu tun: Niederlage, Rückstand, Verletzungen", erinnerte sich Fortunas Trainer an Hürden in dieser Saison, die Köln bislang noch gekonnt meisterte. "Man hat gesehen, dass wir ein oder zwei Stammkräfte ersetzen können. Dahinter wird es schwierig. Die Kaderbreite unterscheidet uns definitiv von Teams wie Paderborn oder Magdeburg."