Nach Fortunas 0:3-Niederlage gegen die Sportfreunde Lotte

Koschinat: "Lotte physisch und fußballerisch überlegen"

Applaus trotz Niederlage: Fortuna-Coach nach dem 0:3 gegen die Sportfreunde Lotte.
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Zwei Anliegen hatte Koschinat im Anschluss an die Partie. "Erstens: Die Niederlage ist verdient. Ich glaube, es ist eine Konstellation gewesen, in der wir nicht darüber reden können, dass es mit ein bisschen Glück hätte anders ausgehen können", stellte der 46-jährige Trainer im vereinseigenen "Fortuna-TV" fest und fügte an, dass es für Köln an diesem Samstagnachmittag "einfach nicht gereicht" hat, um Punkte einfahren zu können. "Zweitens: Es war klar, dass das irgendwann mal passieren wird. Es wäre schon sehr blauäugig, wenn man glaubt, wir kommen ohne Niederlage aus der Saison."

Erste Fortuna-Niederlage am zehnten Spieltag

Zehn Partien sollte es dauern, ehe die Rheinländer ihre erste Niederlage kassierten. Dass diese mit einem 0:3 vor heimischem Publikum doch sehr deutlich ausgefallen sei, wollte Koschinat nicht auf Pech, Schiedsrichter-Entscheidungen oder ähnliche Ausreden zurückführen - es war einfach "auch in der Höhe verdient. Ich glaube, dass uns Lotte in dieser Konstellation physisch und fußballerisch überlegen war." Doch lieber, nahm der Trainer Bezug auf eine alte Weisheit, "kriegen wir mal richtig eine verpasst und haben dann wieder eine Phase, in der man erfolgreich ist". Lobend merkte der Coach zudem an, dass sich sein Team nicht aufgegeben habe und auch für zukünftige Einsätze wisse: "Mit einer glücklichen Aktion vor dem gegnerischen Tor kann sich die Konstellation komplett verändern."

Zwar war den Fortunen ihre Namensgeberin in Sachen Abschlüsse am Samstagnachmittag nicht wirklich hold - zwei Großchancen durch Amir Falahen, ein Freistoß von Hamdi Dahmani und ein Lattentreffer von Sven Bender fanden nicht den Weg ins Ziel -, "nur, und da muss man ja auch so ehrlich sein, hätte Lotte aber auch nur annähernd seine Konter sauber ausgespielt, oder im Eins-gegen-eins gegen den Torwart die Chancen nicht so fahrlässig liegengelassen", hätte das Ergebnis noch ganz andere Ausmaße annehmen können.

"Es war meine persönliche Zielsetzung gewesen, nach der Englischen Woche immer noch unter den ersten Drei zu stehen."

Uwe Koschinat über seine Vorgaben vor der Englischen Woche

Unabhängig vom Ausgang der Partie hatte das Team die interne Vorgabe des Trainers erfüllt: "In der Summe war es meine persönliche Zielsetzung gewesen, nach der Englischen Woche immer noch unter den ersten Drei zu stehen." Obwohl die Fortuna aus den drei Partien nur vier Zähler einfuhr, langte "eine sehr, sehr gute Ausgangslage", um dieses Ziel zu erreichen.

Unglücklicher Zeitpunkt für Kurts Debüt

Dass mit Kurt gerade ein Startelf-Debütant ("Ich wollte das Beste zeigen, der Mannschaft direkt helfen. Es ist schade, dass es nicht für drei Punkte gereicht hat") bei so einer Pleite auf dem Feld stand, will der Coach dem 22-Jährigen nicht negativ anlasten. Zwar habe man gemerkt, so Koschinat, dass diesem "sehr veranlagten Spieler" noch ein wenig Wettkampfrhythmus fehle, aber "in der Summe fand ich Okan in der Phase, in der es 0:0 steht, einen der belebendsten Spieler" auf dem Platz. Dementsprechend "werde ich den Teufel tun und den Jungen beiseite drängen". Der Türke musste einerseits mit Maik Kegel einen wichtigen Stammspieler vertreten und andererseits "berücksichtige ich bei ihm die Gesamtkonstellation. Und im Rahmen dessen hat er ein ordentliches Spiel gemacht."