Kölns Trainer will im Paderborn-Test rotieren

Anfang: "Spieler dürfen auch mal schimpfen"

Die Reservisten im Fokus: Kölns Trainer Markus Anfang (r.).
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Mit dem SC Paderborn 07 kam Köln in der laufenden Saison nicht zurecht: In der Hinrunde gab es eine 3:5-Heimniederlage, in der Rückrunde setzten sich die Ostwestfalen auf heimischem Rasen mit 3:2 durch. Am Donnerstag kommt es zum dritten Aufeinandertreffen zwischen dem SCP und FC. "Du willst jedes Spiel gewinnen, es gibt keine Freundschaftsspiele", machte Anfang klar, wird aber dennoch die Rotationsmaschine anwerfen: "Wir haben genug Spieler in unseren Reihen, die wenig Spielzeit bekommen haben. Wenn es geht, dann werden sie 90 Minuten Einsatzzeit bekommen. Die Jungs brauchen Spielzeit."

Der Trainer hofft zudem auf neue Erkenntnisse über seine Reservisten. "Wir können es im Training zwar nachstellen, aber sie müssen es auch in einem richtigen Spiel unter Wettkampfbedingungen abrufen können. Da muss sich jeder empfehlen." Für die Akteure aus der zweiten Reihe hatte Anfang viel Lob übrig: "Alle im Kader leisten gute Arbeit. Jetzt haben sie die Chance, selbst zu spielen."

Dass bei Spielern, die nicht regelmäßig zum Einsatz kommen, Unzufriedenheit herrscht, ist für den 44-jährigen Coach völlig normal. "Ein Spieler, der nicht spielt, der kann nicht zufrieden sein. Das ist immer eine schwierige Situation. Das heißt aber nicht, dass er sich hängen lässt, dass er die Mannschaft nicht mit unterstützt." Sogar für Kritik hat Anfang vollstes Verständnis. "Er darf auch mal schimpfen, das gehört auch dazu, solange er das intern und am besten sogar bei mir macht. Ich akzeptiere und verstehe das und bin auch keinem böse, wenn er enttäuscht ist. Aber er muss sich reinhängen und für die Mannschaft da sein."