Hoffnung auf Drexler

Kiels Sportchef Becker: "Wir wollen jetzt auch aufsteigen"

"Eine geile Runde" soll Holstein Kiel in die Bundesliga führen: Sportchef Ralf Becker.
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Auch in "einer der schwärzesten Stunden in den letzten zehn Jahren" bewahrte Torsten Lieberknecht Haltung : "Ich hoffe für Holstein, dass sie sich in der Relegation für ihre fantastische Leistung belohnen." Das Sensationsteam der abgelaufenen Saison geht in die Relegation zur Bundesliga, während Braunschweig - vor Saisonstart als Top-Aufstiegskandidat gehandelt - den bitteren Gang in die 3. Liga antreten muss. "Man sieht, wie nah es beieinander liegt in dieser Liga. Letztes Jahr hat Braunschweig Relegation gespielt, dieses Jahr sind sie durch eine Ergebniskrise unten hereingerutscht", sagte Kiels Trainer Markus Anfang. Das 6:2 gegen die Eintracht war ein großes Schützenfest, doch Anfang bewies auch in dieser Situation Fingerspitzengefühl: "Es gebührt dem Respekt Braunschweig gegenüber, uns jetzt nicht groß feiern zu lassen."

Ohnehin stehen nun ja noch zwei Relegationsspiele an - gegen den VfL Wolfsburg, an dem im vergangenen Jahr noch Braunschweig gescheitert war (zweimal 0:1). Als "Sahnehäubchen" bezeichnet Geschäftsführer Wolfgang Schwenke die Aufstiegs-Play-offs, sein Sportchef Ralf Becker hingegen bekennt sich klarer zum Ziel: "Beim VfL verdient wahrscheinlich ein Spieler so viel wie bei uns fast die gesamte Mannschaft. Aber wir spielen bisher eine geile Runde und wollen jetzt auch aufsteigen."

Gala der Reserve - aber gegen Wolfsburg soll Drexler dabei sein

Die Störche haben am Sonntag nachgewiesen, dass der Kader ausgeglichen stark besetzt ist. Anfang musste auf die verletzten Stammkräfte Dominik Schmidt, Patrick Herrmann und Dominick Drexler verzichten, den gelbbelasteten Marvin Ducksch schonte er. Doch die Reserve zeigte eine Gala. "Wir haben ein wenig gebraucht, haben es dann aber geil gemacht", befand Sebastian Heidinger. "Wir sind gut aufgestellt für die Relegation, wissen aber auch, dass ein Bundesligist ein sehr harter Brocken ist."

Nach Möglichkeit soll deshalb dann trotz angerissener Kapsel im Fuß Mittelfeldmann Drexler wieder dabei sein. Becker jedenfalls ist hoffnungsfroh, was einen Einsatz Drexlers in Wolfsburg angeht: "Ich bin optimistisch und gehe davon aus, dass er es bis zum Donnerstag schafft."

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