Holstein Kiel wartet seit neun Spielen auf einen Sieg

Nach 1:3-Pleite: Kiels Schmidt entschuldigt sich

Fand nach der Niederlage in Kaiserslautern deutliche Worte: Kiels Defensivmann Dominik Schmidt.
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Die Partie hatte kaum angefangen, das lag Kiel schon mit 0:1 zurück, denn Brandon Borrello traf bereits in der zweiten Minute für die Pfälzer. "In den ersten fünf Minuten haben wir nicht stattgefunden, danach aber guten Fußball gespielt", wird Trainer Anfang auf der Vereinswebsite zitiert. Die Störche fanden in der Tat besser in die Partie, Marvin Ducksch vergab den Ausgleich vom Elfmeterpunkt. Nach etwas mehr als einer Stunde traf dann David Kinsombi zum 1:1. Aber kurz vor und kurz nach der Pause gab es ein Gegentor für die Nordlichter, das entschied am Ende die Begegnung.

"Wir waren von Anfang an nicht richtig im Spiel, haben immer wieder in der Defensive gepennt. Auch ich muss mich bei meiner Mannschaft wohl entschuldigen, es war nicht mein bester Tag", fand Defensivmann Schmidt deutliche Worte. "Wir waren in den Zweikämpfen häufig einen Schritt zu spät und waren nicht so richtig überzeugt von dem, was wir spielen wollten. Und dann kannst du dieses Spiel nur verlieren."

Kiel kriegt Osawe nicht in den Griff

Nicht ganz so dramatisch formulierte es Keeper Kenneth Kronholm: "Wir haben phasenweise echt guten Fußball gespielt, das ist nicht einfach hier in Kaiserslautern. Sie haben uns im Endeffekt vorgemacht, was Leidenschaft bedeutet. Sie haben hier jeden Zentimeter umgegraben. Das müssen wir einfach besser machen bei solchen Auswärtsspielen." Coach Anfang sah vor allem bei einem Spieler der Roten Teufel das Problem. "Wir haben es heute nicht geschafft, Osawe zu verteidigen. Er war der beste Mann auf dem Platz", so der Coach, der ergänzte: "Kein Vorwurf aber an meine Mannschaft, für uns bricht keine Welt zusammen. Wir sind Aufsteiger und durften heute auf dem Betzenberg spielen."

Gegen Aue ein anderes Gesicht zeigen

Für die Störche war es bereits das neunte Spiel in Serie ohne Sieg (0/7/2). Dennoch steht Kiel weiterhin auf dem dritten Tabellenplatz, hat fünf Punkte Rückstand auf Rang zwei und zwei Zähler Vorsprung auf Platz vier. "Der Kopf geht nicht runter, Holstein Kiel darf auch mal ein Spiel verlieren in der 2. Liga. Die Art und Weise ist entscheidend, das war okay", so Kronholm, der den Blick schon wieder nach vorne richtete: "Wir schauen jetzt, dass wir alles Positive raussammeln und es gegen Aue wieder besser machen." Am Samstag (13 Uhr, LIVE! auf kicker.de) empfängt Kiel die Veilchen.